03:30 Uhr mitten in der Nacht von Lotusbluete1982
Veröffentlicht von Lotusbluete1982 am 10.05.2025 in der KategorieEs ist ruhig. Zu ruhig. Die Station ist leise, die Monitore summen leise vor sich hin, und ich sitze hier, starre auf die Uhr und versuche, meine Gedanken im Griff zu behalten. Aber mein Körper hat andere Pläne.Mein Blick wandert nach draußen. Dunkle Straßen, ein einsamer Laternenpfahl, dessen Lichtkegel den Regen glitzern lässt. Und plötzlich bin ich nicht mehr hier. In meiner Fantasie stehe ich draußen, mitten in der Nacht, die kühle Luft prickelt auf meiner heißen Haut. Ich lehne mich an die kalte Backsteinwand, die sich hart und rau anfühlt – ein reizvoller Kontrast zu der Hitze, die unter meiner Kleidung pocht.Meine Hände gleiten langsam über meinen Körper, drücken sich fest gegen meine Hüften, als wären es fremde Hände, die mich greifen. Die Nacht ist still, aber in meinem Kopf wird es lauter – mein Atem, mein Herzschlag, das leise, sehnsüchtige Stöhnen, das mir über die Lippen kommt, als meine Finger tiefer wandern.Die Gefahr, dass mich jemand sehen könnte, lässt mein Blut schneller pulsieren. Was, wenn jemand um die Ecke biegt und mich so sieht – wie ich mich selbst berühre, die Augen geschlossen, die Lippen leicht geöffnet, völlig verloren in meiner eigenen Lust?Etwas reißt mich zurück in die Realität. Ich blinzle, sehe wieder die sterile Station vor mir, die Uhr zeigt immer noch 3:30 Uhr. Noch zweieinhalb Stunden bis Schichtende. Und mein Körper brennt immer noch.
Geschrieben von: Lotusbluete1982
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