Cancan von gracemignon

Eines Tages überredete er mich dann doch zu einem sehr gewagten Unternehmen. Er schwärmte: „Ich wünsche mir so sehr, dass du deinen Cancan nur für mich tanzt. Nur du allein.“
„Und wie stellst du dir das vor?“, ging ich auf seine verrückte Idee ein.
Er erklärte es mir und ich ließ mich tatsächlich breitschlagen. Ein paar Tage später packte ich nach der Vorstellung mein Kostüm heimlich ein. Er stand schon mit einem Taxi vor dem Bühneneingang und ließ uns in die vornehme Vorstadt kutschieren. Ehe wir in die riesige Halle der Villa traten, versicherte er, dass wir ganz allein im Haus waren. Diese Bemerkung brachte mich auf die Idee, an diesem Abend Nägel mit Köpfen zu machen. Ich ließ mir das Bad zeigen, wo ich mich umziehen wollte. Rasch stieg ich noch unter die Dusche, um mir den Schweiß von der Vorstellung abzuspülen. Meine irren Gedanken verführten mich sogar in dem fremden Haus zu einem Spielchen zwischen meinen Beinen. Ohne ein paar gezielte Griffe dahin ging bei mir sowieso kaum ein Bad vorbei.

….. Heute beneidet mich alle um meinen jungen Ehemann und der guten Partie, die mir durch den Cancan zugefallen war.

Geschrieben von: gracemignon

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