Eine #Sub wählt ihren #Dom. von joycasidy

Das habe ich vor ein paar Jahren mal gehört. Ich weiß, einige werden mir da widersprechen, aber es verdeutlicht einen wichtigen Punkt. Es gibt dieses falsche Klischee, dass unterwürfige Frauen schüchterne Wesen sind, die es lieben, schlecht behandelt zu werden. Das Schlimmste daran ist, dass viele Männer davon überzeugt sind und sich deshalb „Dom“ nennen, ohne die geringste Ahnung zu haben, was das bedeutet. Wisst ihr was? Die meisten Subs, die ich kenne, sind echte Draufgängerinnen, die einem fast die Augen auskratzen würden, wenn man sie nur falsch angeht. Aber manchmal wollen sie diese Intensität für eine Weile etwas zurückstellen. Diese Frauen suchen nach Stärke, Macht, Präsenz. Es geht nicht darum, Unterwerfung zu fordern, sondern vielmehr darum, sich so zu verhalten, dass sie einem diese Unterwerfung geben möchte. Ich glaube, es gibt diese öffentliche Vorstellung von der D/s-Beziehung (Dom/Sub), dass es nur um Fesselspiele und Peitschen geht, aber das ist nur ein kleiner Teil der Dynamik. Ich kenne viele Subs, die überhaupt nicht auf Schmerzen stehen. Für viele geht es darum, sich jemandem anzuvertrauen, dem sie vertrauen. Jemandem, der Sex von bloßem Vergnügen zu einem Erlebnis macht und dies immer wieder tut. Was das genau bedeutet, ist von Person zu Person unterschiedlich. Der wahre Dom versteht das und geht auf die Wünsche und Bedürfnisse seines Subs ein. Die falschen Doms stellen einfach Forderungen, ohne eine Vorstellung von mehr zu haben. „Der wahre Meister erzwingt Unterwerfung, anstatt Dominanz zu erzwingen.“ Eine wahre Aussage. Sie möchte sich hingeben, doch innerlich ringt sie damit. Sie wird sich nicht einfach ergeben, nur weil du es verlangst. Es geht um dein Auftreten, deine Haltung, dein Verhalten, dein Selbstvertrauen. Ich sage nicht, dass du ein Milliardär sein musst, der seine Angestellten herumkommandiert. Ich sage, dass du wissen musst, wann du dich angemessen verhalten, handeln, sein, sprechen und danach streben musst, ein Gentleman zu sein. Freundlichkeit und Sanftmut, wenn angebracht, Entschlossenheit, wenn nötig, und dabei einfach du selbst sein. Ja, das ist möglich. Ein Mann, der an einem Tag mit CEOs multinationaler Konzerne speist und am nächsten allein auf einer mit Graffiti besprühten Parkbank sitzt. Selbstbewusstsein ohne Arroganz, nehme ich an. Ich sage nicht, dass Perfektion nötig ist. Es ist okay, ein bisschen chaotisch zu sein; die Guten sind fürsorglich, man muss nur wissen, wann man sein Bestes geben muss.

Geschrieben von: joycasidy

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