Zweiter Weihnachtstag – wenn die Ruhe endlich kommt von Stella_Mind

Das letzte Familienessen ist gerade hinter mir.Die Teller sind abgeräumt, die Gespräche verstummt, und jetzt atme ich tief durch – als hätte der Tag endlich seinen Gürtel gelockert.Die Luft riecht noch nach Braten und Zimt, die Kerzen flackern ein bisschen müde, und ich spüre, wie die Anspannung des Tages langsam aus meinen Schultern sickert. Es ist diese süße Erschöpfung, die man nur nach stundenlangem Lächeln und Höflichkeitsformeln fühlt – und die gleichzeitig so unglaublich befreiend ist.Ich hatte eigentlich etwas Verspieltes für euch geplant. Etwas, das die Nachweihnachtsruhe mit einem kleinen, heißen Funken füllt. Aber wieder mal: abgelehnt. Die Regeln fühlen sich heute an wie ein unsichtbarer Griff – fest, aber nicht zu brechen.Ich denke an euch.An die, die heute auch gerade erst aus der Rolle fallen.An die, die spüren, wie die Maske langsam abfällt und darunter etwas Rohes, Verletzliches zum Vorschein kommt.Wenn du magst, schreib mir.Sag mir, wie sich deine Stille gerade anfühlt.Ob sie süß ist, schwer, warm oder ein bisschen leer.Ich bin hier.Und ich lese jedes Wort.Deine Stella

Geschrieben von: Stella_Mind

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